Solidarität in der Fastfood-Branche
Burger King unterstützt McDonalds

In Gross­bri­tan­ni­en läuft die Wirtschaft alles andere als rund. Der Brexit hat bereits Tausen­de von Arbeits­plät­zen vernich­tet. Die unsäg­li­chen Corona-Massnah­men mit einem Teil-Lockdown seit letztem Donners­tag legen nun auch noch das gesell­schaft­li­che Leben praktisch lahm.

Trübsal blasen ist jedoch der Britten Sache nicht. So schreibt Burger King Gross­bri­tan­ni­en in ihrem Insta­gram-Post: «Bestellt bei McDonalds!». Unglaub­lich? Ein Witz? Beilei­be nicht! Burger King schreibt: «Wir hätten nie gedacht, dass wir euch einmal bitten würden, so etwas zu tun. Doch Restau­rants, die Tausen­de von Menschen beschäf­ti­gen, brauchen jetzt deine Unterstützung.»

Meinung der AirVox-Redaktion

Man muss kein Liebha­ber von Fastfood sein, um den Insta­gram-Post von Burger King als gelun­ge­ne PR-Aktion zu bezeich­nen. Burger King macht genau das vor, was nun eigent­lich die gesamte Gesell­schaft tun sollte: Mitbe­wer­ber primär wieder mehr als Menschen zu sehen, die auch nur ihr täglich Brot verdie­nen wollen.

«Solida­ri­tät», von der viele im Moment so gerne reden, sollte sich niemals auf eine bestimm­te Perso­nen­grup­pe bezie­hen. Dadurch werden nämlich automa­tisch alle anderen Gruppen ausge­schlos­sen. Echte «Solida­ri­tät» entsteht erst dann, wenn auch Menschen mit anderen Zielen, Meinun­gen und Ansich­ten angehört werden und man gemein­sam im Gespräch nach kreati­ven Lösun­gen sucht. Lösun­gen, die nicht staat­lich verord­net, sondern vom Volk in einem gemein­sa­men Konsens gefun­den wurden.

Sich blind­lings und unkri­tisch hinter staat­li­chen Aussa­gen und Massnah­men zu verste­cken ist das eine. Sofort mit dem Finger auf «die Anderen» («Leugner», «Skepti­ker», «Aluhüte» usw.) zu zeigen – ja sie sogar von der Gesell­schaft auszu­gren­zen – hat jedoch absolut nichts mehr mit Solida­ri­tät zu tun. So etwas nennt man Diffa­mie­rung – und vor einer solchen sollten wir uns unbedingt hüten. Burger King zeigt uns allen auf, dass es auch anders geht.