Tierschutz | WWF
Bund will den Tierschutz verbessern

10.09.2020, 09:56

Massiver Schwund bei Tierbeständen

Mehr als zwei Drittel der Tierwelt sind laut einer Studie der Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on WWF in den vergan­ge­nen 50 Jahren vom Menschen zerstört worden. Die weltwei­te Popula­ti­on von Säuge­tie­ren, Vögeln und Fischen sei seit 1970 um fast 70% geschrumpft.

In Südame­ri­ka liegt der Rückgang sogar bei über 90%, und im Lebens­raum Süsswas­ser, in Feucht­ge­bie­ten, Seen und Flüssen sind die Bestän­de um über 80% einge­bro­chen, so Thomas Vella­cott, CEO des WWF Schweiz. Der Biodi­ver­si­täts­rück­gang in der Schweiz sei dramatisch.

Es brauche dringend umfas­sen­de Massnah­men. Mehr Schutz­ge­bie­te, eine Natur, freund­li­che­re Landwirt­schaft und weniger Fleisch­kon­sum, fordert der WWF.

29.09.2020, 16:36

Bund will den Tierschutz verbessern

Nachdem ein im März veröf­fent­lich­ter Bericht Mängel bei Schlach­tun­gen aufge­zeigt hat, soll nun die entspre­chen­de Verord­nung verbes­sert werden.

Vor allem die elektri­sche Betäu­bung von Schwei­nen wurde bemän­gelt. Hier will der Bund jetzt klar festhal­ten, welche Regeln gelten und welche Strom­stär­ken notwen­dig sind. Erstmals soll es zudem Regeln für das Töten von Panzer­kreb­sen wie etwa Hummer geben. Künftig dürfen diese nicht mehr einfach leben­dig ins heisse Wasser gewor­fen werden, sondern müssen zuvor betäubt werden.

Bevor die neue Tierschutz­ver­ord­nung in Kraft tritt, können Partei­en und Verbän­de bis Mitte Januar im Rahmen der Vernehm­las­sung Stellung dazu beziehen.