Raumfahrt
ISS weicht Weltraumschrott aus

08.08.2020, 09:22

Internet-Netz im All: Neue Satelliten

Die US-Raumfahrt­fir­ma SpaceX hat weitere 57 Satel­li­ten für ein erdum­span­nen­des Inter­net-Netz ins All gebracht.

Der Start zur zehnten sogenann­ten Starlink-Mission erfolg­te am Freitag in Cape Canaveral. Die neuen Satel­li­ten seien mit einer neuar­ti­gen Blende ausge­stat­tet, damit sie nicht mehr so hell schei­nen wie die bishe­ri­gen, erklär­te der Verein Verei­ni­gung der Stern­freun­de. «Das geht auf ein Abkom­men mit Profi­a­s­tro­no­men zurück, denn ohne diese Blende würden Starlink-Satel­li­ten in Zukunft viele astro­no­mi­sche Beobach­tun­gen erheb­lich einschränken.»

Die Satel­li­ten sollen Daten von Boden­sta­tio­nen bekom­men und unter­ein­an­der mit Hilfe von Lasern weiterleiten.

15.09.2020, 03:50

Existiert Leben auf der Venus?

Gibt es Leben abseits unserer Erde? Ein Forscher­team hatte in der Fachzeit­schrift «Nature Astro­no­my» berich­tet, auf der Venus Spuren von Monophos­phan entdeckt zu haben.

Auf der Erde stammt das Gas oft aus organi­schen, also leben­den Quellen. Die Autoren schlos­sen deshalb die Möglich­keit nicht aus, dass es auf der Venus Leben geben könnte.

Die US-Raumfahrt­be­hör­de Nasa sieht in der Entde­ckung des Gases den bisher gröss­ten Fortschritt in der Suche nach mögli­chem ausser­ir­di­schen Leben. Es sei an der Zeit, sich dabei nun auf die Venus zu fokus­sie­ren, schrieb Nasa-Chef Jim Briden­sti­ne auf Twitter.

15.09.2020, 23:08

Projekt zur Asteroiden-Abwehr am Start

Die europäi­sche Raumfahrt­be­hör­de Esa hat den Start­schuss für ihre erste Mission zur Astero­iden-Abwehr gegeben. Sie hat dafür Verträ­ge mit einem Satel­li­ten­bau­er mit einem Volumen von knapp 130 Millio­nen Euro unterzeichnet.

Vorge­se­hen ist, dass zuerst eine US-Sonde auf einen Brocken eines Doppel-Astero­iden aufprallt. Sie soll damit dessen Umlauf­bahn verän­dern. Danach soll die ESA-Raumson­de «Hera» zum Astero­iden fliegen und Daten zu dessen Struk­tur und Zusam­men­set­zung sammeln.

Immer wieder verglü­hen Gesteins­bro­cken aus dem All in der Erdat­mo­sphä­re. Im Februar 2013 kam es in Russland wegen eines Astero­iden zu Verwüs­tun­gen. Die Druck­wel­le verletz­te 1500 Menschen.

16.09.2020, 17:05

Riesenplanet um Weissen Zwerg entdeckt

Erstmals haben Forschen­de einen intak­ten Riesen­pla­ne­ten entdeckt, der den Unter­gang seines Sterns überlebte.

Das berich­tet ein inter­na­tio­na­les Team mit Betei­li­gung von Berner Astro­phy­si­kern im Fachma­ga­zin “Nature”. Stirbt ein sonnen­ähn­li­cher Stern, bläht er sich zu einem Roten Riesen auf. Später kolla­biert dieser Himmels­kör­per zu einem massen­rei­chen Weissen Zwerg. Bisher hielt man es für unwahr­schein­lich, in der Nähe von solchen Sternen­res­ten Plane­ten zu finden.

Nun aber entdeck­te ein inter­na­tio­na­les Forschungs­team einen Riesen­pla­ne­ten mithil­fe des Weltraum­te­le­skops TESS der Nasa. Sie gaben ihm den Namen WD 1586b.

23.09.2020, 13:33

ISS weicht Weltraumschrott aus

Mit einem Ausweich­ma­nö­ver hat die Inter­na­tio­na­le Raumsta­ti­on ISS eine mögli­che Kolli­si­on mit Weltraum­schrott verhin­dert. Die dreiköp­fi­ge Besat­zung an Bord habe ihren Kurs rund 400 Kilome­ter über der Erde leicht verändert.

Das teilten die US-Weltraum­be­hör­de Nasa und die russi­schen Kolle­gen von Roskos­mos am Mittwoch mit. Die Crew nutzte demnach kurzfris­tig die Düsen eines angekop­pel­ten russi­schen Progress-Raumfrach­ters, die 150 Sekun­den einge­schal­tet wurden. Hätte die ISS nicht ihre Positi­on verän­dert, wäre der Abfall der ISS gefähr­lich nahe gekom­men, hiess es.

Solche Manöver der ISS waren schon mehrfach nötig. Meist sind es Teile alter Satel­li­ten, die durchs All irren.