Klimastreiks | #RiseUpForChange
Erneuter Klimastreik in Bern

21.09.2020, 06:31

Klimaaktivisten besetzen Bundesplatz

Umwelt­ak­ti­vis­tin­nen und ‑aktivis­ten haben am frühen Montag­mor­gen den Bundes­platz in Bern besetzt. Das bestä­tig­te die Kantons­po­li­zei Bern gegen­über der Nachrich­ten­agen­tur Keystone-SDA.

Die Klima­be­we­gung habe mit mehre­ren hundert Menschen den Bundes­platz in Bern einge­nom­men, hiess es in einem Commu­ni­qué der Aktivis­ten. Dies aus Protest gegen das politi­sche und wirtschaft­li­che System, welches für die Klima­kri­se verant­wort­lich sei.

Angaben zur Anzahl der Teilneh­men­den sowie zum Umfang der Protest­ak­ti­on bestä­tig­te die Kantons­po­li­zei nicht.

21.09.2020, 15:04

Räte wollen ungestört tagen können

Die Protest­ak­ti­on der Klima-Aktivis­ten auf dem Bundes­platz soll beendet werden. Dies fordern Natio­nal­rats­prä­si­den­tin Isabel­le Moret und Stände­rats­prä­si­dent Hans Stöckli. Sie haben im Namen der Verwal­tungs­de­le­ga­ti­on einen Brief an die Regie­run­gen der Stadt und des Kantons Bern geschrieben.

Diese müssten schnellst­mög­lich dafür sorgen, dass die gelten­den Gesetze einge­hal­ten werden. Demnach dürfen während einer Session im Bundes­haus auf dem Bundes­platz keine Veran­stal­tun­gen stattfinden.

Einige hundert Klima-Aktivis­ten haben auf dem Bundes­platz ein Protest-Camp errich­tet. Bis am Freitag wollen sie auf ihre Anlie­gen aufmerk­sam machen.

21.09.2020, 16:10

Stadt Bern duldet Klima-Demo vorläufig

Klima­ak­ti­vis­tin­nen und ‑aktivis­ten haben ein Protest-Camp auf dem Bundes­platz in Bern einge­rich­tet. Doch dem Parla­ment passt das nicht: Die Verwal­tungs­de­le­ga­ti­on fordert die Stadt und den Kanton Bern auf, zu handeln. Demons­tra­tio­nen sind während einer Session auf dem Bundes­platz nicht erlaubt.

Die Demons­tra­ti­on werde vorläu­fig gedul­det, teilte die Stadt Bern mit. Die Stadt­ber­ner Behör­den stehen im Dialog mit den Klima­ak­ti­vis­tin­nen und ‑Aktivis­ten.

Die Polizei hielt sich bislang zurück. Kontak­te mit allen Betei­lig­ten hätten statt­ge­fun­den, teilte sie am Montag­vor­mit­tag auf Twitter mit.

21.09.2020, 18:14

Klimaaktivisten machen Platz für Markt

Die Klima­ak­ti­vis­ten auf dem Bundes­platz wollen dafür sorgen, dass der Wochen­markt am Diens­tag wie immer vor dem Bundes­haus statt­fin­den kann. Der Markt werde auf Teilen des Platzes statt­fin­den können, sagte eine Spreche­rin der Aktivis­ten zu SRF.

Nach dem Wochen­markt wollen die Aktivis­ten das Protest­camp vor dem Bundes­haus aller­dings fortsetzen.

Rund 300 Klima-Aktivis­tin­nen und ‑Aktivis­ten haben am frühen Montag­mor­gen den Bundes­platz in Bern besetzt, zu Beginn der dritten Sessi­ons­wo­che des Parla­ments. Kundge­bun­gen auf dem Bundes­platz sind während der Session grund­sätz­lich nicht zugelassen.

21.09.2020, 21:12

Nationalrat fordert Auflösung des Klimaprotests 

Der Natio­nal­rat fordert die Berner Behör­den auf, das Protest-Camp der Klima­ak­ti­vis­ten auf dem Bundes­platz aufzu­lö­sen. Er hat einen entspre­chen­den Ordnungs­an­trag der SVP mit 109 zu 83 Stimmen angenommen.

Die Aktivis­tin­nen und Aktivis­ten machen am Diens­tag laut eigenen Angaben zwar Platz für den Berner Wochen­markt, wollen danach aber weiter demonstrieren.

Zuvor hatte die Verwal­tungs­de­le­ga­ti­on des Parla­ments Stadt und Kanton Bern aufge­for­dert, den Platz zu räumen, da während der Session der eidge­nös­si­schen Räte Demons­tra­tio­nen auf dem Bundes­platz verbo­ten sind. Die Stadt stellte den Aktivis­tin­nen und Aktivis­ten ein Ultima­tum bis Dienstagmittag.

22.09.2020, 06:27

Wochenmarkt zwischen Demo-Zelten

Markt­fah­rer haben am frühen Diens­tag­mor­gen ihre Stände auf dem Bundes­platz aufge­stellt. Die Klima­ak­ti­vis­tin­nen und ‑aktivis­ten machten den Verkäu­fern teilwei­se Platz, die grossen Zelte blieben aller­dings stehen.

Gegen­über Radio SRF zeigten sich die Markt­fah­rer unzufrie­den, da sie mit weniger Kunden und entspre­chend weniger Umsatz rechnen.

Am Montag­abend hatte die Stadt Bern den Aktivis­ten ein Ultima­tum gestellt. Sie sollen den Bundes­platz bis Diens­tag­mit­tag verlas­sen. Ansons­ten droht eine polizei­li­che Räumung. Aller­dings wollen die Aktivis­ten nach dem Markt den Bundes­platz wieder in Beschlag nehmen.

22.09.2020, 16:05

Polizei versperrt Demonstrationszug den Weg

Während der Klima­pro­test auf dem Bundes­platz vorerst weiter­geht, hat die Polizei einem anderen Demons­tra­ti­ons­zug den Weg vor das Bundes­haus versperrt. Die Demons­tra­ti­on richte­te sich gegen den Umgang mit abgewie­se­nen Asylsuchenden.

Die Berner Stadt­re­gie­rung berät zurzeit darüber, wie es mit der unbewil­lig­ten Klima­de­mo auf dem Bundes­platz weiter­ge­hen soll. Dies nachdem die Klima­ak­ti­vis­tin­nen und ‑aktivis­ten den Platz trotz eines Ultima­tums der Stadt nicht geräumt hatten.

Die Stadt­re­gie­rung hatte ihnen vorge­schla­gen, das Protest­camp auf den Waisen­haus­platz oder auf die Kleine Schanze zu verlegen.

22.09.2020, 16:53

Stadtregierung stellt neues Ultimatum

Die Berner Stadt­re­gie­rung hat den Klima­ak­ti­vis­tin­nen und ‑aktivis­ten auf dem Bundes­platz ein neues Ultima­tum gesetzt. Bis am Diens­tag­abend müssen die Demons­trie­ren­den den Platz freige­ben. Ansons­ten betrach­te man die Suche nach einem Kompro­miss für gescheitert.

Die Klima­ak­ti­vis­ten könnten ihr Camp auf dem benach­bar­ten Waisen­haus-Platz oder an einem anderen Ort in Bern weiter­füh­ren, schreibt die Stadt­re­gie­rung. Zudem könne auf dem Bundes­platz ein einzi­ger Infor­ma­ti­ons­stand stehen bleiben.

Der Berner Sicher­heits­di­rek­tor Reto Nause/CVP betont, dass eine fried­li­che Lösung für die Stadt­be­hör­den im Zentrum stehe.

22.09.2020, 21:37

Aktivisten lassen Ultimatum ablaufen

Trotz eines Ultima­tums der Berner Stadt­re­gie­rung besetz­ten Aktivis­ten am Diens­tag­abend weiter­hin den Bundes­platz. Sie liessen damit das Ultima­tum der Behör­den verstreichen.

Seit Montag beset­zen die Klima­ak­ti­vis­ten den Bundes­platz mit einem Protest-Camp. Die Klima­be­we­gung will Druck auf die Politik machen, mehr für den Klima­schutz zu tun.

Kundge­bun­gen auf dem Bundes­platz sind während der Session des eidge­nös­si­schen Parla­ments grund­sätz­lich nicht erlaubt.

23.09.2020, 02:59

Räumung des Bundesplatzes steht bevor

Die Räumung des Bundes­plat­zes durch die Polizei steht offen­bar kurz bevor. Die Polizei hat das Camp der Klima-Aktivis­ten umstellt, wie die Agentur Keystone-SDA berichtet.

Die Polizis­ten tragen demnach Kampf­mon­tur und rufen die Aktivis­ten per Lautspre­cher dazu auf, den Platz jetzt zu verlas­sen. Diese sitzen auf dem Boden, singen Lieder und wider­set­zen sich der Räumung. Einige verlas­sen den Platz.

Die Aktivis­ten hatten am Abend ein Ultima­tum zur Räumung des Platzes verstrei­chen lassen und gegen­über Radio SRF erklärt, sie würden den Platz nicht räumen. Man werde bei einem Polizei­ein­satz aber auch nicht aktiv Wider­stand leisten.

23.09.2020, 05:54

Polizei trägt Aktivisten fort

Die Polizei hat am frühen Mittwoch­mor­gen mit der Räumung des Bundes­plat­zes begon­nen und die Aktivis­tin­nen und Aktivis­ten weggetragen.

Der Einsatz läuft gemäss dem Sprecher der Berner Kantons­po­li­zei fried­lich. «Die Aktivis­ten leisten, wie sie das auch angekün­digt haben, keinen aktiven Wider­stand», berich­tet eine SRF-Repor­te­rin. Die Räumung ist aller­dings noch nicht zu Ende und wird sich wohl noch etwas hinziehen.

Die Aktivis­ten hatten am Diens­tag­abend ein Ultima­tum zur Räumung des Platzes verstrei­chen lassen und erklärt, sie würden den Platz nicht räumen. Man werde bei einem Polizei­ein­satz aber auch nicht aktiv Wider­stand leisten.

23.09.2020, 07:31

Stadtpräsident: «Es lief nach Drehbuch»

Berns Stadt­prä­si­dent Alec von Graffen­ried zeigt sich gegen­über SRF in einer ersten Bilanz zufrie­den mit dem Einsatz der Polizei. «Es wurde auf allen Seiten sehr profes­sio­nell gearbei­tet», sagte von Graffen­ried am frühen Morgen.

«Wir haben das abgewi­ckelt, wie wir das in Bern immer abwickeln: Wir suchten eine Lösung mit allen Betei­lig­ten.» Das könne auch mal etwas länger dauern, führe aber zu solide­ren, besse­ren Lösun­gen. Weitere Protes­te würden aber nicht gedul­det, auch nicht woanders.

Der Polizei­ein­satz sei in der Nacht wie nach Drehbuch abgelau­fen. Man habe den Eindruck gehabt, die Klima­ak­ti­vis­ten seien vorbe­rei­tet gewesen und hätten die Polizei erwar­tet, sagte er.

25.09.2020, 18:22

Über 2000 Personen an Klimastreik in Bern

In Bern haben sich mehr als 2000 Perso­nen zum Klima­st­reik versam­melt. Die Kundge­bung stand auch im Zeichen eines weltwei­ten Klimaprotesttages.

Dazu aufge­ru­fen hatten die Aktivis­tin­nen und Aktivis­ten von “Rise Up for Change”. Sie hatten Anfang Woche für 48 Stunden den Bundes­platz besetzt, bevor es zu einer polizei­li­chen Räumung kam.

Die Protes­tie­ren­den versam­mel­ten sich am Freitag­nach­mit­tag auf dem Helve­tia­platz und zogen durch die Innen­stadt zum Waisen­haus­platz, sangen und skandier­ten Parolen. Die Polizei tolerier­te die unbewil­lig­te Kundge­bung, liess aber einen Weiter­zug auf den Bundes­platz nicht zu.