Fünf Tote und 52 Verletzte
Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger

Wir berich­ten über die Erstür­mung des Parla­ments­ge­bäu­des in den USA durch Trump-Anhänger.

Zusammenfassung der Ereignisse

  • Anhän­ger des schei­den­den US-Präsi­den­ten Donald Trump hatten am Mittwoch das Kapitol gestürmt.
  • Die Trump-Anhän­ger drangen ins Gebäude ein, während der Kongress dabei war, den Wahlsieg von Joe Biden formell zu bestätigen.
  • Fünf Perso­nen sind bei den Vorfäl­len ums Leben gekom­men, 52 wurden verletzt. Seit Mitter­nacht (MEZ) gilt in Washing­ton eine Ausgangs­sper­re.
  • Bei der Stich­wahl in Georgia gewin­nen die Demokra­ten beide Senats­sit­ze und sichern sich damit die Mehrheit in beiden Kammern. Damit wird es für Biden einfa­cher, seine Pläne in die Tat umzusetzen.
  • Der Kongress hat nach dem Sturm auf das Kapitol seine Arbeit fortge­setzt und Joe Biden als gewähl­ten US-Präsi­den­ten bestätigt.
  • US-Präsi­dent Donald Trump meldete sich derweil wieder auf Twitter und verur­teil­te in einer Video­bot­schaft die Gewalt im Kapitol. Zudem versprach er einen reibungs­lo­sen und geord­ne­ten Übergang.
  • Einzel­ne Mitglie­der des Kabinetts von Trump sind mittler­wei­le zurück­ge­tre­ten.
  • Führen­de Demokra­ten verlan­gen die sofor­ti­ge Abset­zung von Donald Trump nach Zusatz­ar­ti­kel 25 der Verfassung.

Chronologie der Ereignisse

Live ab 06.01.2021, 20:18 Uhr bis 08.01.2021, 23:59

(neuste Meldun­gen zuoberst)

2021
Freitag, 08.01.2021, 22:02

Sturm des Kapitols : Biden fordert umfassende Untersuchung

Der künfti­ge US-Präsi­­dent Joe Biden hat nach der Erstür­mung des US-Kapitols durch Anhän­ger von US-Präsi­­dent Donald Trump eine umfas­sen­de Unter­su­chung des beispiel­lo­sen Zwischen­falls gefor­dert. Die Verant­wort­li­chen müssten straf­recht­lich verfolgt und es müsse unter­sucht werden, wie es zum Zusam­men­bruch der Sicher­heits­vor­keh­run­gen gekom­men sei, sagte Biden in Wilming­ton. Es müssten Vorkeh­run­gen getrof­fen werden, damit so etwas nie wieder passie­ren könne.

Biden bezeich­ne­te die Eindring­lin­ge als Schlä­ger, Aufrüh­rer, Rechts­ex­tre­mis­ten und Antise­mi­ten, die vom Justiz­mi­nis­te­ri­um auch als solche behan­delt werden müssten. «Und sie sind Terro­ris­ten, inlän­di­sche Terro­ris­ten», fügte Biden hinzu. Bei der Straf­ver­fol­gung müsse berück­sich­tigt werden, dass der Vorfall die «aktive Ermuti­gung eines amtie­ren­den Präsi­den­ten der Verei­nig­ten Staaten hatte», sagte Biden mit Blick auf Trump.

Freitag, 08.01.2021, 21:30

Biden: «Gute Sache», dass Trump nicht zu Vereidigung kommen will

Der künfti­ge US-Präsi­­dent Joe Biden hat begrüsst, dass der schei­den­de Amtsin­ha­ber Donald Trump seiner Amtsein­füh­rung fernblei­ben will. Dies sei eine «gute Sache», sagte Biden in Wilming­ton im Bundes­staat Delaware. In dieser Frage seien Trump und er ausnahms­wei­se einer Meinung. Trumps Stell­ver­tre­ter, der schei­den­de US-Vizeprä­­si­­dent Mike Pence sei bei der Zeremo­nie jedoch «willkom­men», sagte Biden. Es wäre eine Ehre, Pence dabei zu haben, betonte er.

Biden will sich zudem nicht in eine Entschei­dung der Demokra­ten über ein mögli­ches Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren gegen Donald Trump einschal­ten. Der Beschluss über die Eröff­nung eines solchen Verfah­rens liege beim Kongress, sagte Biden. Der Demokrat betonte zugleich: «Ich denke seit langem, dass Präsi­dent Trump ungeeig­net ist, das Amt zu beklei­den.» Das sei der Grund gewesen, warum er sich entschie­den habe, gegen Trump zu kandi­die­ren. Es sei zwar wichtig, dass der Republi­ka­ner aus dem Amt entfernt werde, aber: «Der schnells­te Weg, dass das passiert, ist, dass wir am 20. verei­digt werden.»

Freitag, 08.01.2021, 21:15

Eindringling in Pelosis Büro im Kapitol festgenommen

Nach dem Sturm auf das Kapitol liess sich ein Mann stolz im Sessel der Vorsit­zen­den des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, der Demokra­tin Nancy Pelosi, fotogra­fie­ren. Jetzt wurde der mutmass­li­che Täter festge­nom­men. Ihm werden Eindrin­gen in ein beson­ders gesicher­tes Gebäude, Hausfrie­dens­bruch, Vanda­lis­mus und Diebstahl vorge­wor­fen, wie ein leiten­der Vertre­ter des Justiz­mi­nis­te­ri­ums, Ken Kohl, mitteil­te. Richard B. sei in Little Rock im Bundes­staat Arkan­sas festge­nom­men worden.

Das Minis­te­ri­um stellt zudem 14 weitere Ankla­gen nach Bundes­recht vor, sagte Kohl. Einem der Verdäch­ti­gen wird demnach vorge­wor­fen, in seinem in der Nähe gepark­ten Auto elf Brand­sät­ze und Waffen gehabt zu haben. Die Molotow-Cocktails seien beson­ders gefähr­lich gewesen, weil sie mit einer Art Schaum­stoff gemischt gewesen seien, was eine Napalm-ähnli­che Brand­bom­be ergebe, erklär­te Kohl.

Freitag, 08.01.2021, 20:08

Wahlsoftwarefirma verklagt Trump-nahe Anwältin

Ein Wahlsoft­ware­un­ter­neh­men will eine Anwäl­tin aus dem Umfeld des abgewähl­ten US-Präsi­­den­­ten Donald Trump wegen Verleum­dung belan­gen. Die Firma Domini­on Voting Systems reichte bei einem Gericht in der US-Haupt­­stadt Washing­ton eine Klage gegen die Anwäl­tin Sidney Powell ein.

Sie hatte die Firma öffent­lich beschul­digt, mit ihrer Software die US-Präsi­­den­t­­schafts­­­wahl zuguns­ten von Trumps Heraus­for­de­rer Joe Biden manipu­liert zu haben. Das Unter­neh­men beklag­te, es sei wegen Powells Vorwür­fen hefti­gen Anfein­dun­gen ausge­setzt gewesen und habe erheb­li­chen Image­scha­den davon­ge­tra­gen. In der Klage­schrift verlangt die Firma Schadens­er­satz­zah­lun­gen von insge­samt mehr als 1.3 Milli­ar­den Dollar.

Powell hatte sich als Unter­stüt­ze­rin in Trumps Feldzug gegen den Wahlaus­gang unter anderem in Verschwö­rungs­theo­rien verstrickt.

Freitag, 08.01.2021, 19:13

Parteiübergreifende Gruppe von Senatoren kündigt Untersuchung an

Eine Gruppe von Senato­ren beider Partei­en hat angekün­digt, dass unter­sucht werden soll, wie die Trump-Anhän­­ger das Kapitol stürmen konnten. Dies teilten Rob Portman (Republi­ka­ner) und Gary Peters (Demokrat), die das Heima­t­­schutz-Komitee im Senat leiten, sowie Roy Blunt (Republi­ka­ner) und Amy Klobuchar (Demokra­tin), die das Regel­ko­mi­tee leiten, per Twitter mit.

«Die gewalt­tä­ti­gen und krimi­nel­len Handlun­gen gegen unser Kapitol, ein Symbol der US-Demokra­­tie, werden für immer einen Fleck in der Geschich­te unserer Nation hinter­las­sen», schrei­ben die Senato­ren in ihrem Statement.

Freitag, 08.01.2021, 18:16

Furcht vor Atomwaffen-Einsatz

Die Vorsit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, Nancy Pelosi, hat sich mit der Führung der US-Strei­t­­kräf­­te beraten, um einen «insta­bi­len Präsi­den­ten» daran zu hindern, «Militär­schlä­ge zu begin­nen» oder einen «atoma­ren Angriff» zu befeh­len. Das erklär­te die Demokra­tin nach einem Gespräch mit General­stabs­chef Mark Milley. Der abgewähl­te Republi­ka­ner Donald Trump «könnte nicht gefähr­li­cher sein und wir müssen alles in unserer Macht stehen­de tun, die Menschen in Amerika» und die Demokra­tie zu schüt­zen, so Pelosi.

Pelosi, die von Amts wegen das dritt­höchs­te Staats­amt beklei­det, kann gegen­über den Streit­kräf­ten nur ihren politi­schen Einfluss geltend machen, sie hat keiner­lei Befehls­ge­walt über das Militär.

Freitag, 08.01.2021, 17:21

Republikanischer Senator erwägt Amtsenthebung Trumps

Der republi­ka­ni­scher Senator Ben Sasse, hat sich offen dazu bereit erklärt, ein mögli­ches zweites Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren gegen US-Präsi­­dent Trump zu erwägen. Sollte das Reprä­sen­tan­ten­haus den Prozess in die Wege leiten, werde er sich «defini­tiv» ansehen, was die Abgeord­ne­ten vorbräch­ten, sagt Sasse in einem Inter­view des Senders CBS News. «Denn wie ich Ihnen gesagt habe: Ich glaube, dass der Präsi­dent seinen Amtseid missach­tet hat.»

Freitag, 08.01.2021, 17:07

FBI fahndet nach Kapitol-Angreifern – 50’000 Dollar Belohnung

Das FBI sucht mit Fahndungs­bil­dern nach Teilneh­mern des Sturms auf das Kapitol am Mittwoch. Für Hinwei­se auf dieje­ni­gen, die an dem Tag zwei Rohrbom­ben in der Innen­stadt von Washing­ton platzier­ten, wurde eine Beloh­nung von 50’000 Dollar ausge­schrie­ben, wie die US-Bundes­­­po­­li­­zei mitteilte.

Einer der Spreng­sät­ze war am Haupt­quar­tier der Republi­ka­ni­schen Partei positio­niert worden. Die Hinter­grün­de sind bisher weiter unklar. Nach Polizei­an­ga­ben waren es keine Attrap­pen, sondern tatsäch­lich gefähr­li­che Spreng­sät­ze, die grossen Schaden hätten anrich­ten können. Das FBI veröf­fent­lich­te ein Foto von einem maskier­ten Verdächtigen.

Die Anhän­ger des schei­den­den US-Präsi­­den­­ten Donald Trump, die das Kapitol gestürmt hatten, veröf­fent­lich­ten selbst viele Fotos und Videos von der Aktion. Zudem waren viele Fotogra­fen und Kamera­teams vor Ort. Das FBI richte­te ausser­dem eine Websei­te ein, auf der Aufnah­men von dem Tag hochge­la­den werden können.

Freitag, 08.01.2021, 16:50

Trump wird nicht an der Amtseinführung Bidens teilnehmen

Der amtie­ren­de US-Präsi­­dent Donald Trump will nicht an der feier­li­chen Amtsein­füh­rung seines Nachfol­gers Joe Biden am 20. Januar teilneh­men. Das erklär­te Trump auf Twitter.

Freitag, 08.01.2021, 16:40

Schadenfreude in China und Russland

Auch in Russland und China sind die Ereig­nis­se rund ums Kapitol in Washing­ton kommen­tiert worden. Dabei findet sich ein gemein­sa­mer Nenner: Schaden­freu­de. «Die offizi­el­len Reaktio­nen in Russland haben vor allem das Wahlsys­tem in den USA kriti­siert», sagt David Nauer, SRF-Korre­­s­pon­­dent in Moskau. Die USA, selbst­er­nann­ter Leucht­turm der Demokra­tie, hätten sich blamiert, schrei­ben die chine­si­schen Staats­me­di­en gemäss SRF-Korre­­s­pon­­dent Martin Aldro­van­di. Das englisch­spra­chi­ge Organ der kommu­nis­ti­schen Partei, die «Global Times», kriti­sier­te die Doppel­mo­ral von US-Politi­­kern: Diese würden die Protes­te in Hongkong unter­stüt­zen, aber jene Protes­te in den USA verurteilen.

Freitag, 08.01.2021, 16:15

Fahnen des Kapitols auf halbmast

Die Vorsit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, Nancy Pelosi, hat angeord­net, dass die Fahnen am Kapitol auf halbmast gesetzt werden, in Geden­ken an den Polizis­ten, der beim Sturm auf das Kapitol ums Leben kam. Pelosi kondo­lier­te den Angehö­ri­gen im Namen des Repräsentantenhauses.

Freitag, 08.01.2021, 15:00

Demokraten: Abstimmung über Trump-Amtsenthebung nächste Woche möglich

Die Demokra­ten im US-Kongress könnten in wenigen Tagen ein zweites Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren gegen Präsi­dent Donald Trump auf den Weg bringen. Die Impeach­­ment-Absti­m­­mung im Reprä­sen­tan­ten­haus könne Mitte kommen­der Woche statt­fin­den, sagte Kathe­ri­ne Clark, die stell­ver­tre­ten­de Vorsit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, dem Nachrich­ten­sen­der CNN.

Die Demokra­ten warte­ten aller­dings zunächst ab, ob Vizeprä­si­dent Mike Pence und andere Kabinetts­mit­glie­der auf einem kürze­ren Amtsent­he­bungs­weg nach Zusatz­ar­ti­kel 25 zur US-Verfas­­sung aktiv werden, schränk­te Clark ein.

Am Vortag hatten die Vorsit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, Nancy Pelosi, und der oberste Demokrat im Senat, Chuck Schumer, Pence und die Regie­rungs­mit­glie­der dazu aufge­ru­fen. «Wenn die Medien­be­rich­te stimmen, dass Mike Pence sich nicht an seinen Eid halten und den Präsi­den­ten aus dem Amt entfer­nen wird, um unsere Demokra­tie zu vertei­di­gen, dann werden wird das Impeach­ment voran­trei­ben», sagte Clark.

Freitag, 08.01.2021, 12:27

In 55 Fällen wurde Strafanzeige erhoben

Staats­an­walt Mike Sherwin sagte in einer Telefon­schal­te mit Journa­lis­tin­nen und Journa­lis­ten, im Zusam­men­hang mit den Vorfäl­len am Kapitol sei in insge­samt 55 Fällen Straf­an­zei­ge erhoben worden. Sherwin betonte, man stehe bei der Straf­ver­fol­gung erst am Anfang. Ermit­teln­de sichte­ten Video­ma­te­ri­al. Hunder­te Mitar­bei­ten­de durch­such­ten soziale Medien, um poten­zi­el­le Straf­tä­te­rin­nen und Straf­tä­ter zu identifizieren.

Freitag, 08.01.2021, 06:45

Weiteres Todesopfer gemeldet

Nach Zusam­men­stös­sen mit gewalt­be­rei­ten Anhän­gern des abgewähl­ten US-Präsi­­den­­ten Donald Trump am Kapitol in Washing­ton ist ein Polizist an seinen Verlet­zun­gen gestor­ben. Die Kapitols-Polizei teilte in der Nacht mit, der Beamte sei bei einer Ausein­an­der­set­zung mit Demons­tran­ten am Mittwoch verletzt worden und später zusam­men­ge­bro­chen. Er sei in ein Kranken­haus gebracht worden, wo er am Donners­tag­abend gestor­ben sei.

Damit haben die Krawal­le vom Mittwoch, bei denen Randa­lie­rer auch ins Kapitol eindran­gen, mindes­tens fünf Menschen das Leben gekos­tet. Eine Frau starb, nachdem sie im Kapitol von einem Polizis­ten angeschos­sen wurde. Eine weitere Frau und zwei Männer kamen nach Polizei­an­ga­ben infolge nicht näher definier­ter «medizi­ni­scher Notfäl­le» ums Leben.

Freitag, 08.01.2021, 06:04

Medienberichte: Chef von Kapitol-Polizei tritt zurück

Nach der Erstür­mung des Kapitols durch Anhän­ger von US-Präsi­­dent Donald Trump hat der Chef der Polizei des Parla­ments Medien­be­rich­ten zufolge seinen Rücktritt angekün­digt. Steven Sund werde am 16. Januar von seinem Amt zurück­tre­ten, berich­te­ten der Sender CNN und die «Washing­ton Post» unter Berufung auf Polizei­krei­se. Der Kapitols-Polizei war vorge­wor­fen worden, auf den Ansturm des gewalt­tä­ti­gen Mobs nach einer Trump-Kundge­­bung am Mittwoch nicht ausrei­chend vorbe­rei­tet gewesen zu sein. Dabei kamen vier Menschen unter teils ungeklär­ten Umstän­den ums Leben.

Freitag, 08.01.2021, 04:58

Diverse Kabinettsmitglieder von Trump treten zurück

Diverse Kabinettsmitglieder von Trump treten zurück

Wegen des Angriffs auf das US-Kapitol durch Anhän­ger von Präsi­dent Donald Trump ist ein zweites Mitglied seines Kabinetts zurück­ge­tre­ten. Bildungs­mi­nis­te­rin Betsy DeVos teilte in einem Schrei­ben an Trump mit, sie werde ihr Amt nieder­le­gen. Der Brief liegt mehre­ren US-Medien vor. Es sei nicht zu verken­nen, welche Auswir­kun­gen Trumps Rheto­rik auf die Situa­ti­on gehabt habe. Das sei der Wende­punkt für sie.

Kurz zuvor hatte Verkehrs­mi­nis­te­rin Elaine Chao angekün­digt, sie werde ihr Amt aufge­ben. Chao ist die Ehefrau des Mehrheits­füh­rers der Republi­ka­ner im US-Senat, Mitch McConnell.

Nach dem Sturm aufs Kapitol trat bereits Trumps frühe­rer Stabs­chef Mick Mulva­ney aus Protest vom Posten des Nordir­­land-Beauf­­tra­g­­ten zurück.

Freitag, 08.01.2021, 01:24

Trump twittert wieder: «Geordneter Regierungsübergang»

Donald Trump twittert zum ersten Mal – nachdem die Social-Media-Platt­­form seinen Account gesperrt hatte. In einem Video sagt er, dass eine neue Adminis­tra­ti­on am 20. Januar einge­weiht werde. Zudem setze er sich für einen reibungs­lo­sen und geord­ne­ten Übergang ein.

In seiner knapp dreimi­nü­ti­gen Video­bot­schaft verur­teilt er die Gewalt im Kapitol: Dieje­ni­gen, die das Gesetz gebro­chen hätten, würden dafür bezah­len. Trump sagt aber auch: «Unsere unglaub­li­che Reise fängt gerade erst an.»

Freitag, 08.01.2021, 00:06

Das Weisse Haus äussert sich nun zum Sturm auf das Kapitol

Präsi­dent Donald Trump hat unter­des­sen die Gewalt beim Sturm auf das Kapitol durch seine Anhän­ger verur­teilt. Die Spreche­rin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, sagte: «Die Gewalt, die wir gestern in der Haupt­stadt gesehen haben, ist entsetz­lich, verwerf­lich und wider­spricht dem ameri­ka­ni­schen Weg. Der Präsi­dent und die Regie­rung verur­tei­len sie in schärfs­ter Form.»

Dieje­ni­gen, die das Kapitol gewalt­sam belagert hätten, seien das Gegen­teil von allem, wofür die Regie­rung stehe, so McEnany weiter.

Donners­tag, 07.01.2021, 23:25

Trump verbringt das Wochenende in Camp David

Nachdem seien Anhän­ger gestern das Kapitol gestürmt haben, verlässt Donald Trump das Weisse Haus für das Wochen­en­de und fliegt nach Camp David. Das vermel­den verschie­de­ne ameri­ka­ni­sche Medien unter Berufung auf Infor­ma­tio­nen aus der Verwaltung.

Der schei­den­de ameri­ka­ni­sche Präsi­dent soll demnach sein ganzes zweit­letz­tes Wochen­en­de im Amt auf dem Landsitz des US-Präsi­­den­­ten verbrin­gen, den er bisher selten benutzt hat.

Donners­tag, 07.01.2021, 20:29

Auch Nancy Pelosi fordert sofortige Absetzung von Trump

Nach dem Sturm auf das Kapitol durch Anhän­ger Trumps fordert die demokra­ti­sche Vorsit­zen­de des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, Nancy Pelosi, die sofor­ti­ge Abset­zung von Präsi­dent Donald Trump. Pelosi sagte, sie rufe den amtie­ren­den US-Vizeprä­­si­­den­­ten Mike Pence auf, eine Amtsent­he­bung auf Basis des Zusatz­ar­ti­kels 25 der US-Verfas­­sung anzustren­gen. Trump sei gefähr­lich und dürfe nicht länger im Amt bleiben. «Dies ist dringend.» Sie erwarte eine baldige Antwort von Pence.

Zusatz­ar­ti­kel 25 der Verfas­sung erlaubt es, den Präsi­den­ten für «unfähig, die Rechte und Pflich­ten des Amtes auszu­üben» zu erklä­ren. Eine solche Erklä­rung müssen der Vizeprä­si­dent und eine Mehrheit der wichtigs­ten Kabinetts­mit­glie­der vorneh­men und dies dann dem Kongress mitteilen.

Legt der Präsi­dent Wider­spruch ein, müssen die beiden Kongress-Kammern Senat und Reprä­sen­tan­ten­haus mit einer Zweidrit­tel­mehr­heit der Amtsent­he­bung zustim­men. Es bräuch­te grosse Teile der republi­ka­ni­schen Partei im Kongress, um diese Mehrhei­ten zu erreichen.

Donners­tag, 07.01.2021, 20:14

Biden nennt Trump-Mob «einheimische Terroristen»

Der gewalt­sa­me Sturm des Kapitols ist nach Ansicht des designier­ten US-Präsi­­den­­ten Joe Biden eine Folge der anhal­ten­den Angrif­fe Donald Trumps auf die Demokra­tie. Der amtie­ren­de Präsi­dent habe in seiner vierjäh­ri­gen Amtszeit die «Verach­tung» für die Demokra­tie in Amerika sehr deutlich gemacht, sagte Biden in Wilming­ton im Bundes­staat Delaware.

Biden bezeich­net den Sturm des Kapitols als «einen der dunkels­ten Tage in der Geschich­te» der Verei­nig­ten Staaten bezeich­net. Die Angrei­fer seien keine Demons­tran­ten gewesen, sondern «einhei­mi­sche Terroristen».

«So einfach ist das», betonte Biden. Der «Mob» habe versucht, die Stimmen von fast 160 Millio­nen Ameri­ka­nern, die trotz der Pande­mie gewählt hätten, «zum Schwei­gen zu bringen», sagte Biden. Es sei ein «beispiel­lo­ser Angriff auf unsere Demokra­tie» gewesen.

Donners­tag, 07.01.2021, 20:01

Erstes Mitglied der Regierung Trumps kündigt Rücktritt an

Einen Tag nach dem Angriff auf das Kapitol durch Anhän­ger von US-Präsi­­dent Donald Trump ist ein erstes Mitglied seines Kabinetts zurück­ge­tre­ten. Verkehrs­mi­nis­te­rin Elaine Chao hat mitge­teilt, sie werde ihr Amt am Montag aufgeben.

«Gestern hat unser Land ein trauma­ti­sches und völlig vermeid­ba­res Ereig­nis durch­lebt, als Unter­stüt­zer des Präsi­den­ten das Kapitol nach einer Kundge­bung stürm­ten, bei der er sprach. Wie es sicher bei vielen von Ihnen der Fall ist, hat mich das auf eine Weise tief beunru­higt, die ich nicht beisei­te­schie­ben kann.» Chao ist die Ehefrau des Mehrheits­füh­rers der Republi­ka­ner im US-Senat, Mitch McConnell.

Donners­tag, 07.01.2021, 19:27

Capitol Police gab tödlichen Schuss ab

Der tödli­che Schuss auf eine Teilneh­me­rin des Sturms auf das Kapitol in Washing­ton ist von einer Sicher­heits­kraft der Capitol Police abgege­ben worden. Ein Beamter der Polizei­ein­heit des Kapitols habe im Gebäude seine Dienst­waf­fe benutzt und die Frau getrof­fen, als die Anhän­ger von US-Präsi­­dent Donald Trump sich am Mittwoch ihren Weg zur Kammer des Abgeord­ne­ten­hau­ses bahnten, hiess es in einer Mittei­lung der Einheit.

«Sofort wurde medizi­ni­sche Hilfe geleis­tet und die Frau ins Kranken­haus gebracht, wo sie später ihren Verlet­zun­gen erlag.» Der Beamte sei – wie in solchen Fällen vorge­schrie­ben – bis auf Weite­res vom Dienst entbun­den worden. Der Vorfall werde untersucht.

Donners­tag, 07.01.2021, 18:44

Polizei: Sprengsätze in Washington waren gefährlich

Bei zwei am Mittwoch in Washing­ton gefun­de­nen Rohrbom­ben handel­te es sich nach Behör­den­an­ga­ben tatsäch­lich um gefähr­li­che Spreng­sät­ze. Sie hätten grossen Schaden anrich­ten können, teilte die Kapitol-Polizei am Donners­tag mit. Die Spreng­sät­ze seien entschärft und an die Bundes­po­li­zei FBI für weitere Ermitt­lun­gen überge­ben worden. Am Mittwoch war zunächst unklar gewesen, ob es sich bei den verdäch­ti­gen Objek­ten nicht um Attrap­pen handel­te. Einer der Spreng­sät­ze war am Haupt­quar­tier der Republi­ka­ni­schen Partei positio­niert worden.

Donners­tag, 07.01.2021, 18:14

68 Personen festgenommen

Erste Betei­lig­te am Sturm auf das Kapitol in Washing­ton müssen sich vor Gericht verant­wor­ten. Der Polizei­chef der Haupt­stadt, Robert Contee, sprach von insge­samt 68 Festge­nom­me­nen. Den meisten wird Bruch der verhäng­ten Ausgangs­sper­re zur Last gelegt. 41 seien auf dem Gelände des Kapitols gefasst worden. Weite­ren wird vorge­wor­fen nicht gemel­de­te oder verbo­te­ne Schuss­waf­fen getra­gen zu haben. Unklar ist, ob etwa die Bundes­po­li­zei weitere Menschen festge­nom­men hat. Die Polizei versucht weitere der Beset­zer zu finden, auch über die zahlrei­chen Videos etwa in sozia­len Netzwerken.

Donners­tag, 07.01.2021, 17:53

Schumer: Regierung soll Trump entmachten

Der Vorsit­zen­de der Demokra­ten im Senat, Chuck Schumer, fordert Vizeprä­si­dent Mike Pence auf, den 25. Zusatz­ar­ti­kel der US-Verfas­­sung anzuru­fen, um Trump sofort aus dem Amt zu entfer­nen. Wenn er das nicht tue, solle der Kongress ein Amtsent­he­bungs­ver­fah­ren einleiten.

«Was gestern im US-Kapitol geschah, war ein Aufstand gegen die Verei­nig­ten Staaten, angestif­tet durch den Präsi­den­ten», sagte Schumer in einer Erklä­rung. «Dieser Präsi­dent sollte nicht einen Tag länger im Amt bleiben.»

«Wenn der Vizeprä­si­dent und das Kabinett sich weigern, sich gegen Trump zu stellen, sollte der Kongress erneut zusam­men­tre­ten, um den Präsi­den­ten anzukla­gen», fügte er hinzu.

Donners­tag, 07.01.2021, 17:20

Facebook sperrt Trumps Account bis auf Weiteres

Facebook wird den schei­den­den US-Präsi­­den­­ten Donald Trump bis auf Weite­res sperren. Sein Facebook- und auch sein Insta­­gram-Account sollten mindes­tens für zwei Wochen bezie­hungs­wei­se bis zur Macht­über­ga­be an Nachfol­ger Joe Biden blockiert bleiben, kündig­te Facebook-Chef Mark Zucker­berg an. Zunächst war Trump nur für 24 Stunden gesperrt worden.

Auch Twitter hat den Account von Donald Trump für vorerst 12 Stunden gesperrt. Es ist unklar, ab wann er den Account wieder benut­zen kann.

Donners­tag, 07.01.2021, 17:12

Nationalgarde für 30 Tage mobilisiert

Das Vertei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat formell rund 6200 Mitglie­der der Natio­nal­gar­de aus sechs nordöst­li­chen Staaten aktiviert, um die Capitol Police und andere Sicher­heits­kräf­te in Washing­ton nach dem tödli­chen Aufruhr am Mittwoch, der das US-Kapitol erschüt­ter­te, zu unterstützen.

Der amtie­ren­de Vertei­di­gungs­mi­nis­ter Chris­to­pher Miller unter­zeich­ne­te einen Befehl zur Aktivie­rung der Natio­nal­gar­de aus Virgi­nia, Pennsyl­va­nia, New York, New Jersey, Delaware und Maryland für bis zu 30 Tage. Ein Vertei­di­gungs­be­am­ter sagte, die Mitglie­der der Natio­nal­gar­de sollen helfen das US-Kapitol und die Umgebung für die Amtsein­füh­rung von Joe Biden am 20. Januar zu sichern.

Donners­tag, 07.01.2021, 16:47

Früherer Stabschef von Trump und weitere Offizielle wenden sich von Trump ab

Der frühere Stabs­chef des amtie­ren­den US-Präsi­­den­­ten Donald Trump, Mick Mulva­ney, ist infolge der gewalt­sa­men Ausschrei­tun­gen am Kapitol von seinem diplo­ma­ti­schen Posten als Nordir­­land-Beauf­­tra­g­­ter zurück­ge­tre­ten. Er könne in Anbetracht der Umstän­de nicht mehr für diese Regie­rung arbei­ten, sagte Mulva­ney dem Fernseh­sen­der CNBC.

Bereits davor war Stepha­nie Grisham, Stabs­chefin von Melania Trump und frühere Kommu­ni­ka­ti­ons­chefin des Weissen Hauses zurück­ge­tre­ten. Auch einer der Sicher­heits­be­ra­ter von Trump, Matt Pottin­ger, hat nach dem Sturm auf das Kapitol den Rücktritt eingereicht.

Regie­rungs­krei­sen zufolge ist zudem auch Trumps führen­der Berater in der Russland-Politik, Ryan Tully, zurück­ge­tre­ten. Weitere Rücktrit­te von Mitglie­dern des Natio­na­len Sicher­heits­ra­tes seien zu erwar­ten, sagte ein Regie­rungs­ver­tre­ter zu Reuters.

Hinter Trumps Zusage einer geord­ne­ten Macht­über­ga­be an den designier­ten Präsi­den­ten Joe Biden habe auch die Absicht gestan­den, weitere Abgänge abzuwen­den, dies werde aber wahrschein­lich nicht gelingen.

Donners­tag, 07.01.2021, 16:05

Auch ein Parlamentarier aus West Virginia stürmte das Kapitol

Ein Parla­men­ta­ri­er des Staates West Virgi­nia war beim Sturm auf das Kapitol dabei: Der Republi­ka­ner Derrick Evans publi­zier­te ein Video von sich selbst und anderen Trump-Anhän­­gern beim Eindrin­gen ins Kapitol auf Social Media.

In dem Video, das er später löschte, trägt er einen Helm und schreit: «Wir sind drin! Macht weiter, Baby!» Weiter filmte er sich im Kapitol im zentra­len Rundbau. Er schrie «kein Vanda­lis­mus, das sind histo­ri­sche Gemälde!»

Der Sprecher des Parla­ments in West Virgi­nia, Roger Hanshaw, sagte, Evans werde sich «vor seinen Wählern und Kolle­gen bezüg­lich seiner Betei­li­gung an dem, was heute gesche­hen ist, verant­wor­ten müssen.» Eine Online­pe­ti­ti­on, die ihn zum Rücktritt auffor­dert, hat bereits mehr als 10’000 Unter­stüt­ze­rin­nen und Unterstützer.

Evans behaup­te­te später auf Facebook, dass er «einfach als unabhän­gi­ges Mitglied der Medien dort war, um Geschich­te zu filmen.»

Donners­tag, 07.01.2021, 14:59

FBI sammelt Hinweise zum Sturm aufs Kapitol

Das FBI hat eine Websei­te für Hinwei­se auf Teilneh­mer des Sturms auf das Kapitol in Washing­ton einge­rich­tet. Die US-Bundes­­­po­­li­­zei bietet dort die Möglich­keit, Videos und Fotos von Straf­ta­ten hochzuladen.

Die Ermitt­ler können darüber hinaus bereits auf eine Fülle von belas­ten­dem Materi­al aus erster Hand zurück­grei­fen: Trump-Anhän­­ger hatten in sozia­len Medien selbst zahlrei­che Fotos und Videos veröf­fent­licht. Da sie trotz des Corona-Risikos zumeist keine Masken tragen, sind darauf viele Gesich­ter klar zu erken­nen. Die Angrei­fer wurden unter anderem dabei gefilmt, wie sie durch die Hallen des Kapitols laufen und in den Sitzungs­saal sowie Büros von Abgeord­ne­ten eindringen.

Donners­tag, 07.01.2021, 11:36

Rufe nach neuem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump

Die demokra­ti­sche Kongress­ab­ge­ord­ne­te Ilhan Omar teilte auf Twitter mit, sie fertige bereits Artikel zur Ankla­ge­er­he­bung an. «Wir können nicht zulas­sen, dass er im Amt bleibt, es ist eine Frage der Erhal­tung unserer Republik, und wir müssen unseren Eid erfül­len.» Ihre Kolle­gin Carolyn Bourdeaux schloss sich der Forde­rung an.

Die demokra­ti­sche Kongress­ab­ge­ord­ne­te Ayanna Press­ley schrieb auf Twitter: «Donald J. Trump sollte sofort vom Reprä­sen­tan­ten­haus angeklagt und vom Senat der Verei­nig­ten Staaten aus dem Amt entfernt werden, sobald der Kongress wieder zusam­men­tritt.» Der demokra­ti­sche Kongress­ab­ge­ord­ne­te Ted Lieu rief Vizeprä­si­dent Mike Pence dazu auf, Trump auf Basis des 25. Zusatz­ar­ti­kels der Verfas­sung für amtsun­fä­hig zu erklären.

Mehrere US-Medien, darun­ter die TV-Sender CNN und CBS, berich­te­ten bereits, dass auch mehrere Kabinetts­mit­glie­der der Trump-Regie­­rung die Möglich­keit disku­tier­ten, Trump mit Hilfe des 25. Zusatz­ar­ti­kels aus seinem Amt zu entfer­nen. Pence und das Kabinett müssten dafür eine Erklä­rung an den Kongress schicken, dass Trump unfähig sei, seine Aufga­ben auszu­füh­ren. Wenn der Präsi­dent das bestrei­tet, hätten sie vier Tage Zeit, um ihre Einschät­zung zu begründen.

Donners­tag, 07.01.2021, 10:01

Bundesrat ist «bestürzt»

Der Bundes­rat sei bestürzt über die Ereig­nis­se, die zum Tod mehre­rer Menschen führten, teilte Bundes­prä­si­dent Guy Parme­lin über den Kurznach­rich­ten­dienst Twitter mit. Der Bundes­rat habe jedoch Vertrau­en in die Kraft der ameri­ka­ni­schen Insti­tu­tio­nen und er vertraue darauf, dass eine fried­li­che Amtsüber­ga­be gemäss der Verfas­sung möglich sein werde, hiess es in dem Tweet. «Die ameri­ka­ni­sche Demokra­tie ist wertvoll für die unser Land, weil wir diesel­ben Werte teilen.»

Zuvor hatten bereits die beiden Vorsit­zen­den des eidge­nös­si­schen Parla­ments, Natio­nal­rats­prä­si­dent Andreas Aebi (SVP/BE) und Stände­rats­prä­si­dent Alex Kuprecht (SVP/SZ) die Vorkomm­nis­se in den USA als Angriff auf den Rechts­staat verur­teilt. Demokra­tie sei eine fragile Errun­gen­schaft, die geschützt und vertei­digt werden müsse, schrie­ben Aebi und Kuprecht über Twitter. Demokra­ti­sche Entschei­de seien zu akzeptieren.

Donners­tag, 07.01.2021, 09:55

Trump reagiert auf die Bestätigung des Kongresses

Der schei­den­de US-Präsi­­dent Donald Trump sichert seinem Nachfol­ger Joe Biden eine ordent­li­che Amtsüber­ga­be zu. «Selbst wenn ich mit dem Ergeb­nis der Wahl absolut nicht überein­stim­me und die Fakten mich bestä­ti­gen, wird es trotz­dem am 20. Januar eine ordent­li­che Amtsüber­ga­be geben», erklärt Trump einer Twitter-Meldung eines Sprechers des US-Präsi­­di­al­am­­tes zufolge.

Donners­tag, 07.01.2021, 09:38

Kongress bestätigt Wahlergebnis

Der US-Kongress hat die Wahl des Demokra­ten Joe Biden zum nächs­ten Präsi­den­ten der Verei­nig­ten Staaten offizi­ell bestä­tigt. Vizeprä­si­dent Mike Pence als Leiter des Proze­de­res erklär­te das Wahler­geb­nis für vom Kongress bestä­tigt. Joe Biden kam auf die erwar­te­ten 306 Stimmen, Amtsin­ha­ber Trump auf 232 Stimmen. Die Verei­di­gung des neuen Präsi­den­ten folgt am 20. Januar.

Donners­tag, 07.01.2021, 08:53

Britische Innenministerin fordert Trump auf, die Aktionen am Kapitol zu verurteilen

Bei Twitter hat sich die briti­sche Innen­mi­nis­te­rin Priti Patel zu den Vorfäl­len in Washing­ton geäus­sert: «Die Szenen in Washing­ton sind inakzep­tabl und undemo­kra­tisch. Es gibt keine Recht­fer­ti­gung für diese Gewalt und Donald Trump muss sie verur­tei­len. Die Verei­nig­ten Staaten sind ein Leucht­turm der Demokra­tie, der Hoffnung und der Freiheit, und es muss jetzt einen geord­ne­ten Übergang der Macht geben.»

Donners­tag, 07.01.2021, 08:36

Verwüstung im Kapitol

Ein Video von CNN-Repor­­te­­rin Ali Zaslav zeigt das verwüs­te­te Büro eines Senats-Abgeordneten.

Donners­tag, 07.01.2021, 08:29

Absetzung Trumps: Regierungsmitglieder beraten

Wird Trump von seinem eigenen Kabinett abgesetzt? Die US-Sender CNN, CBS und ABC berich­ten, dass hochran­gi­ge Mitglie­der der US-Regie­­rung darüber beraten. Die Überle­gun­gen stützen sich demnach auf den 25. Zusatz­ar­ti­kel der Verfas­sung, der dies grund­sätz­lich erlaubt. Eine Abset­zung des Präsi­den­ten sei möglich, wenn dieser «unfähig ist, die Pflich­ten und Vollmach­ten seines Amtes auszu­üben.» Was genau «unfähig» heisst, ist aller­dings nicht näher definiert. Es geht aber um physi­sche oder mentale Beein­träch­ti­gun­gen. CNN beruft sich auf anonyme Regie­rungs­mit­glie­der. Laut diesen sei Trump «ausser Kontrolle».

Donners­tag, 07.01.2021, 06:12

«Schockiert»: Reaktionen aus dem Ausland

Öster­reichs Kanzler Sebas­ti­an Kurz hat sich schockiert über einen «inakzep­ta­blen Angriff auf die Demokra­tie» geäus­sert. «Schockiert über die Szenen in Washing­ton», twittert Kurz auf englisch. Nun müsse eine fried­li­che und geord­ne­te Macht­über­ga­be gesichert werden.

Der franzö­si­sche Präsi­dent Emmanu­el Macron schreibt auf Twitter, er vertraue auf die Stärke der Demokra­tie in den USA. «Was in Washing­ton passiert ist, ist nicht amerikanisch.»

Donners­tag, 07.01.2021, 05:27

Vier Tote – 52 Verhaftete

Trauri­ge Bilanz: Bei den Vorfäl­len rund um das Kapitol sind nach Angaben der Polizei auf dem Parla­ments­ge­län­de insge­samt vier Menschen ums Leben gekom­men. Eine Person sei den Folgen einer Schuss­wun­de erlegen, drei seien aufgrund medizi­ni­scher Notfäl­le gestor­ben. 52 Menschen seien festge­nom­men worden.

Donners­tag, 07.01.2021, 02:39

Kongress tritt wieder zusammen

Die Sitzung des US-Kongres­­ses geht nach der zwischen­zeit­li­chen gewalt­sa­men Erstür­mung von Trump-Anhän­­gern weiter. Der Senat setzt seine Beratun­gen zur Zerti­fi­zie­rung des Präsi­dent­schafts­wahl­er­geb­nis­ses fort. Auch das Reprä­sen­tan­ten­haus will noch am Abend wieder zusam­men­tre­ten. Der republi­ka­ni­sche Mehrheits­füh­rer im Senat, Mitch McCon­nell, sagte, die Kammer lasse sich nicht einschüch­tern und werde sich nicht Gesetz­lo­sen beugen. «Sie haben versucht, unsere Demokra­tie zu stören. Sie sind gescheitert.»

Donners­tag, 07.01.2021, 01:54

Trump-Supporter ignorieren Ausgangssperre

Auch nachdem die Ausgangs­sper­re in Washing­ton in Kraft getre­ten ist, verhar­ren Suppor­ter von Präsi­dent Trump immer noch in der Nähe des Kapitols in Washing­ton. Die Sicher­heits­kräf­te sind aber jetzt mit einem Gross­auf­ge­bot präsent und versu­chen die Versamm­lung langsam aufzu­lö­sen. Das zeigen Bilder auf verschie­de­nen US-Fernsehsendern.

Donners­tag, 07.01.2021, 01:15

Twitter sperrt Trumps Konto für 12 Stunden – und droht mit Rauswurf

Twitter kündigt eine Sperre des Nutzer­zu­gangs von Präsi­dent Donald Trump für die kommen­den zwölf Stunden an. Bei weite­ren Verstös­sen gegen die Regeln des Kurznach­rich­ten­diens­tes könnte das Konto ganz gesperrt werden, teilt das Unter­neh­men mit.

Die sozia­len Medien Twitter, Facebook und Youtube hatten zuvor bereits ein Video von Trump entfernt, in dem er seine Anhän­ger zwar auffor­der­te, nach Hause zu gehen, aber seine unbewie­se­ne Behaup­tung wieder­hol­te, die Wahl sei gestoh­len worden.

Facebooks Vizeprä­si­dent Guy Rosen schrieb auf Twitter, das Video sei entfernt worden, weil es «zum Risiko anhal­ten­der Gewalt beiträgt, anstatt es zu vermindern.»

Donners­tag, 07.01.2021, 00:48

Kongress will Zertifizierung der Wahlergebnisse fortsetzen

Trotz des Sturms von Anhän­gern von Trump auf das Kapitol, will der US-Kongress die zuvor begon­ne­ne Zerti­fi­zie­rung des Präsi­dent­schafts­wahl­er­geb­nis­ses noch im Laufe des Mittwoch­abends (Ortszeit) fortsetzen.

Man habe beschlos­sen, mit der Sitzung weiter­zu­ma­chen, sobald das Kapitol wieder dafür freige­ge­ben sei, kündig­te die Vorsit­zen­de des US-Reprä­­sen­­tan­­ten­hau­­ses, die Demokra­tin Nancy Pelosi, an. Diese Entschei­dung sei nach Beratun­gen mit Kolle­gen und Anrufen beim Penta­gon, dem Justiz­mi­nis­te­ri­um und Vizeprä­si­dent Mike Pence getrof­fen worden.

Donners­tag, 07.01.2021, 00:27

Polizei bestätigt: Angeschossene Person ist tot

Eine Frau, die nach dem Eindrin­gen von Trump-Unter­­stü­t­­zern im Kapitol angeschos­sen wurde, ist verstor­ben. Dies bestä­tig­te eine Polizei­spre­che­rin der Deutschen Presse-Agentur. Die genauen Hinter­grün­de sind noch unklar.

Der Chef der Polizei in der US-Haupt­­stadt hatte kurz zuvor bei einer Presse­kon­fe­renz erklärt, dass eine Person im Kapitol eine Schuss­waf­fen­ver­let­zung erlit­ten und es sich dabei um «einen Zivilis­ten» gehan­delt habe. Weitere Einzel­hei­ten seien noch nicht bekannt.

Donners­tag, 07.01.2021, 00:08

Nun Ausgangssperre in Washington

Seit Mitter­nacht MEZ (18 Uhr Lokal­zeit) gilt in der US-Haupt­­stadt eine Ausgangssperre.

Der Gouver­neur des Bundes­staa­tes Virgi­nia hat den Notstand ausge­ru­fen. Zudem werde in einigen Landes­tei­len eine Ausgangs­sper­re verhängt, so Ralph Northam. Virgi­nia grenzt an die Haupt­stadt Washington.

Mittwoch, 06.01.2021, 23:39

US-Kapitol ist offenbar geräumt und sicher

US-Kapitol ist offenbar geräumt und sicher

Die am Kapitol einge­setz­ten Polizis­ten haben einem Reuters-Repor­­ter zufolge die Eindring­lin­ge vom Gebäude wegge­trie­ben. Nach Behör­den­an­ga­ben ist das Gebäude jetzt gesichert.

Mittwoch, 06.01.2021, 23:16

EU-Spitze zeigt sich schockiert

EU-Ratschef Charles Michel und EU-Parla­­ments­­prä­­si­­dent David Sassoli haben sich bestürzt über die Unruhen rund um das Kapitol in Washing­ton geäus­sert. «Die Szenen von heute Nacht in Washing­ton zu beobach­ten, ist ein Schock», schrieb Michel auf Twitter. Der US-Kongress sei «ein Tempel der Demokra­tie». «Wir vertrau­en den USA, dass sie eine fried­li­che Macht­über­ga­be an Joe Biden sicherstellen.»

Ähnlich äusser­te sich Sassoli: «Tief beunru­hi­gen­de Szenen vom US-Kapitol heute Abend.» Demokra­ti­sche Wahlen müssten respek­tiert werden. «Wir sind sicher, dass die USA sicher­stel­len werden, dass die Regeln der Demokra­tie geschützt werden.»

Mittwoch, 06.01.2021, 22:27

Trump zu Anhängern: «Geht jetzt friedlich heim!»

Via Twitter wendet sich der amtie­ren­de US-Präsi­­dent Trump an seine Anhän­ger. Er betont erneut, dass ihm die Wahl gestoh­len worden sei. Doch nun sei es an der Zeit, fried­lich nach Hause zu gehen. «Go home in peace, we love you, you are very special», so Trump im ursprüng­li­chen Wortlaut.

Dann wurde der Schluss der Video­bot­schaft gekürzt, sie endete nach: «Go home in peace.» Mittler­wei­le haben Twitter und andere Social Media Platt­for­men das Video komplett gelöscht.

Mittwoch, 06.01.2021, 22:12

Biden: «Beispielloser Angriff auf die Demokratie»

Biden: «Beispielloser Angriff auf die Demokratie»

Der gewähl­te US-Präsi­­dent Joe Biden hat die drama­ti­schen Ereig­nis­se rund um das Kapitol in Washing­ton scharf verur­teilt. «Zu dieser Stunde wird unsere Demokra­tie beispiel­los angegrif­fen», sagte Biden in Wilming­ton (Delaware). Die Gewalt müsse enden.

Auch wandte sich Biden an Amtsin­ha­ber Donald Trump: Dieser müsse eine Anspra­che halten, um seinem Eid nachzu­kom­men und die Verfas­sung zu verteidigen.

Mittwoch, 06.01.2021, 22:11

Pelosi und Schumer fordern Appell von Trump an Anhänger

Die führen­den Demokra­ten im US-Kongress haben den abgewähl­ten US-Präsi­­den­­ten Donald Trump aufge­ru­fen, die von ihm angeheiz­ten Demons­tran­ten zum Verlas­sen des US-Kapitols aufzu­for­dern. «Wir appel­lie­ren an Präsi­dent Trump, alle Demons­tran­ten dazu aufzu­for­dern, dass sie das US-Kapitol und das Grund­stück des Kapitols sofort zu verlas­sen», teilten die Spreche­rin des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses Nancy Pelosi und der Minder­heits­füh­rer der Demokra­ten im US-Senat, Chuck Schumer, mit.

Mittwoch, 06.01.2021, 22:00

Kritik: War das Kapitol ungenügend durch die Polizei geschützt?

Hatten die eindrin­gen­den Trump-Anhän­­ger allzu leich­tes Spiel? Auf Twitter wird Kritik laut, dass das Polizei­auf­ge­bot erstaun­lich klein war – im Gegen­satz etwa zu den «Black Lives Matter»-Protesten, als offen­bar deutlich mehr Sicher­heits­kräf­te vor Ort waren.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:54

Vizepräsident Pence: «Gewalt muss aufhören»

Vizepräsident Pence: «Gewalt muss aufhören»

Mike Pence ruft auf Twitter zum Ende der Gewalt auf: «Die Gewalt und Zerstö­rung, die am US-Kapitol statt­fin­det, muss sofort aufhö­ren. Jeder, der betei­ligt ist, muss die Sicher­heits­kräf­te respek­tie­ren und das Gebäude sofort verlassen.»

Mittwoch, 06.01.2021, 21:44

Nationalgarde ist auf dem Weg

Laut der Medienstel­le des Weissen Hauses ist die Natio­nal­gar­de unter­wegs zum Kapitol, zusam­men mit anderen Bundes­schutz­diens­ten. Dies erfolge auf Anwei­sung von Noch-Präsi­­dent Donald Trump.

Auch die Nachrich­ten­agen­tur AP berich­tet, dass die Regie­rung weitere Kräfte zum Kapitol schicken werde. Der Gouver­neur des Nachbar­staats Virgi­nia, Ralph Northam, kündigt derweil per Twitter an, dass er Kräfte der Natio­nal­gar­de des Staates zur Unter­stüt­zung nach Washing­ton senden werde. Auch der Bundes­staat Maryland entsen­det die Natio­nal­gar­de und Landes­po­li­zei nach Washing­ton, wie der Gouver­neur bekannt gibt.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:34

CNN: Frau angeschossen und in Lebensgefahr

Dem Sender CNN zufolge ist einer Frau auf dem Gelände des Kapitols in den Brust­korb geschos­sen worden. Sie befinde sich in Lebensgefahr.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:30

Republikaner fordern Stopp des Protests

Der Minder­hei­ten­füh­rer der Republi­ka­ner im Reprä­sen­tan­ten­haus, Kevin McCar­thy, nennt die gewalt­tä­ti­gen Protes­te auf Fox News «uname­ri­ka­nisch». Sie müssten sofort aufhö­ren. Seinen Angaben zufolge wurden sogar Schüsse abgege­ben. Auch weitere Senato­ren verlang­ten das sofor­ti­ge Ende der Protes­te. Einige fordern den Präsi­den­ten auf, der Sache ein Ende zu bereiten.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:12

Kamala Harris anscheinend in Sicherheit

Die designier­te Vize-Präsi­­den­­tin Kamala Harris ist einem Mitar­bei­ter zufolge in Sicher­heit gebracht worden. Der Ort werde geheim gehalten.

Auch die Präsi­den­tin des Reprä­sen­tan­ten­hau­ses, die Demokra­tin Nancy Pelosi, ist offen­bar aus dem Kapitol gebracht worden und befin­det sich nun an einem siche­ren Ort.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:08

Bürgermeister von Washington fordert Nationalgarde an

Der Bürger­meis­ter von Washing­ton hat gemäss MSNBC die Natio­nal­gar­de angefor­dert. Auch Nancy Pelosi hat die Natio­nal­gar­de offen­bar aufge­for­dert, den Capitol Hill zu räumen. Das Vertei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um habe das fürs Erste aber abgelehnt.

Mittwoch, 06.01.2021, 21:00

Abgeordnete sollen Gasmasken aufsetzen

Abgeordnete sollen Gasmasken aufsetzen

Die Abgeord­ne­ten in dem von Trump-Anhän­­gern belager­ten US-Kapitol sind von der Polizei aufge­for­dert worden, Gasmas­ken aufzu­set­zen. Im Gebäude in Washing­ton sei zuvor Tränen­gas ausge­tre­ten, berich­te­te die US-Nachrich­­ten­a­gen­­tur AP.

Mittwoch, 06.01.2021, 20:48

Bürgermeisterin von Washington verhängt Ausgangssperre

Wegen der Protes­te von Anhän­gern des abgewähl­ten US-Präsi­­den­­ten Donald Trump im Herzen der US-Haupt­­stadt hat die Bürger­meis­te­rin von Washing­ton, Muriel Bowser, eine Ausgangs­sper­re angeord­net. Sie trete am Mittwoch um 18.00 Uhr (Ortszeit/Mitternacht MEZ) in Kraft und ende am Donners­tag­mor­gen um 6.00 Uhr (12.00 Uhr MEZ), teilte Bowser mit.

Mittwoch, 06.01.2021, 20:43

Trump fordert Anhänger auf: «Bleibt friedlich»

Trump fordert seine Anhän­ger über Twitter zwar auf, fried­lich zu bleiben. Eine Auffor­de­rung, sie sollen das Kapitol verlas­sen und den Senat tagen lassen, bleibt jedoch aus.

Mittwoch, 06.01.2021, 20:31

Trump-Anhänger stürmen Kapitol

Trump-Anhänger stürmen Kapitol

CNN zeigt Bilder, auf denen Dutzen­de Anhän­ger von Präsi­dent Trump sich im Kapitol befin­den. Sie haben die Sicher­heits­kräf­te offen­bar einfach überrannt.

Mittwoch, 06.01.2021, 20:18

Kapitol ist abgeriegelt – Debatte unterbrochen

Kapitol ist abgeriegelt – Debatte unterbrochen

Das Kapitol in Washing­ton, das Gebäude, in dem die Debatte der Senato­ren statt­fin­det, ist jetzt offen­bar abgerie­gelt. Einige Anhän­ger von Präsi­dent versu­chen das Gelände schein­bar zu stürmen.

Das Kapitol ist derzeit von Anhän­gern Trumps umgeben. CNN-Bilder zeigen Hunder­te Trump-Fans auf den Treppen des Kapitols. Tausen­de stehen davor.

Die Capitol Police hat bestä­tigt, dass beide Kammern abgerie­gelt sind und niemand das Gebäude betre­ten oder verlas­sen kann. Die Debatte im Senat wurde unterbrochen.