Pensionskasse
Swiss Life senkt Umwandlungssätze in der Vollversicherung ab 2022

Das Tiefzins­um­feld drückt weiter auf die Renten in der beruf­li­chen Vorsor­ge. Swiss Life will die Umwand­lungs­sät­ze in der Vollver­si­che­rung ab dem kommen­den Jahr senken. Bestehen­de Renten sollen unver­än­dert bleiben.

Anpassung der Umwandlungssätze auf 6 Prozent

Damit will Swiss Life die system­frem­de Umver­tei­lung von aktiven Versi­cher­ten zu Renten­be­zü­gern schritt­wei­se reduzie­ren, wie der Lebens­ver­si­che­rer am Montag mitteilt. Die massge­ben­den, gesetz­lich vorge­schrie­be­nen Mindest­leis­tun­gen nach BVG würden jeder­zeit einge­hal­ten. Die Vollver­si­che­rung werde stark von den KMU nachge­fragt und soll auch weiter­hin angebo­ten werden.

Eine nachhal­ti­ge Stabi­li­sie­rung der beruf­li­chen Vorsor­ge stehe seit Länge­rem auf der politi­schen Agenda. Eine Anpas­sung der Umwand­lungs­sät­ze auf 6 Prozent, wie dies in der aktuel­len bundes­rät­li­chen Botschaft zur BVG-Reform vorge­se­hen sei, sei aufgrund der demogra­fi­schen Entwick­lung und des Tiefzins­um­felds dringend.

Die Umwandlungssätze auf einen Blick

Zum 1. Januar 2022 soll der der Umwand­lungs­satz für den obliga­to­ri­schen Teil des Alters­gut­ha­bens für Frauen (Alter 64) und für Männer (Alter 65) auf 6,50 Prozent von derzeit 6,80 Prozent sinken und ab 2023 noch 6,20 Prozent betragen.

Im überob­li­ga­to­ri­schen Teil des Alters­gut­ha­ben wird der Umwand­lungs­sat­zes bei Frauen von 5,00 auf 4,76 bzw. 4,54 Prozent reduziert. Bei Männern sinken die Zinssät­ze von 4,95 Prozent auf 4,71 bzw. 4,49 Prozent.