Friedlicher Protest
Kritiker von Corona-Massnahmen versammeln sich in der Zentralschweiz

Über 1000 Perso­nen haben sich am Samstag in der Zentral­schweiz getrof­fen, um ihren Unmut gegen die Corona-Massnah­men zu äussern. Reden von der Kundge­bung in Schwyz wurden nach Stans NW, Sarnen OW und Altdorf UR übertra­gen. Die Versamm­lun­gen verlie­fen friedlich.

Unmut gegen Corona-Massnahmen

Zu den vier bewil­lig­ten Kundge­bun­gen aufge­ru­fen hatte das “Aktions­bünd­nis Urkan­to­ne für eine vernünf­ti­ge Corona-Politik”. Mehrere Redner äusser­ten sich während zwei Stunden zum Thema – vom ehema­li­gen Schwy­zer Regie­rungs­rat René Bünter (SVP) bis zum Muotat­ha­ler Wätter­schmö­cker Martin Holde­ner und der Thurgau­er SP-Kantons­rä­tin Barbara Müller.

Nach einem Stern­marsch versam­mel­ten sich die Teilneh­mer um 16.00 Uhr auf dem Haupt­platz in Schwyz, Trych­ler-Gruppen läute­ten die Kundge­bung ein. Nach Angaben der Schwy­zer Kantons­po­li­zei waren rund 400 Perso­nen anwesend, die Kundge­bung verlief ohne Zwischen­fäl­le. Vier Teilneh­mer werden wegen Missach­tung der Masken­tra­ge­pflicht bei der Staats­an­walt­schaft des Kantons Schwyz angezeigt.

Auf dem Landen­berg in Sarnen befan­den sich rund 200 Perso­nen. In Stans waren 300 Perso­nen auf dem Dorfplatz, wie es bei der Kantons­po­li­zei Nidwal­den auf Anfrage hiess. Auf dem Lehnplatz in Altdorf versam­mel­ten sich laut Urner Kantons­po­li­zei 220 Perso­nen. An allen Austra­gungs­or­ten verlie­fen die Veran­stal­tun­gen friedlich.

Keine Maskenpflicht für Redner in Schwyz

Die Redner der Kundge­bung in Schwyz mussten keine Maske tragen. Das Verwal­tungs­ge­richt Schwyz hatte am Donners­tag eine Beschwer­de des Aktions­bünd­nis­ses gegen die entspre­chen­de Vorgabe der Schwy­zer Polizei­be­hör­den gutge­heis­sen. Das Urteil schrieb ledig­lich einen Abstand der Redner zu den Teilneh­men­den von drei Metern vor.

Zu Beginn der Kundge­bung in Schwyz rief der Sprecher des Aktions­bünd­nis­ses, Josef Ender, die Versam­mel­ten dazu auf, Masken zu tragen: “Tragen wir die Masken aus Protest. Sonst riskie­ren wir, dass man uns den Strom abstellt.”